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Die Dokumentation des Berliner Bankentages 2012 ist nun auf unserer Website verfügbar. [mehr]
Prof. Dr. Roland van Gisteren und Prof. Dr. Wolfgang Brunner vom Berliner Institut für Bankunternehmensführung (BIfBU) schreiben über den öffentlich-rechtlichen Finanzdienstleistungssektor, fünf Jahre nach der Krise.
Die deutsche Kreditwirtschaft wird nach wie vor von drei Institutsgruppen geprägt: private Geschäftsbanken, öffentlich-rechtliche Institute und Genossenschaftsbanken. Der öffentlich-rechtliche Finanzdienstleistungssektor mit rd. 600 Unternehmen soll in diesem Jahr im Mittelpunkt des Berliner Bankentages stehen. Der Sektor hat sich neben den Genossenschaftsbanken in den fünf Jahre andauernden Finanzmarktturbulenzen äußerst solide entwickelt – trotz aktuell zunehmender Wettbewerbsverzerrungen infolge der politisch induzierten Maßnahmen zur Beherrschung der Staatsschuldenkrise . Gleichwohl ringen derzeit einige der acht noch verbliebenen Landesbanken-Konzerne um ihren Fortbestand und suchen nach zukunftstragenden Geschäftsmodellen.
Die internationale Finanzmarkt- und Bankenkrise ab Sommer 2007 erweiterte sich 2011 in eine massive Staatsschuldenkrise, in der deutsche und europäische Kreditinstitute sich zusätzlich mit gravierenden Problemen auseinanderzusetzen haben – u.a. nicht hinreichender Eigenkapitalausstattung, mit Abschreibungsverlusten bei bestimmten Staatsanleihen und mit Liquiditätsengpässen. Nicht nur der privatwirtschaftliche Bereich unserer Kreditwirtschaft ist davon betroffen, sondern auch der Landesbankensektor.
Einzelne Landesbanken waren stärker tangiert als zunächst vermutet. Manche verlor wegen zunehmender Probleme ihre Selbständigkeit, andere mussten von ihren Gewährträgern massiv gestützt werden. Sparkassen mit Beteiligungen an Landesbanken wiederum (inzwischen überwiegend zusammen mit den jeweiligen Bundesländern alleinige Anteilseigner der Landesbanken) mussten erhebliche Wertverluste ihrer Beteiligungen in Kauf nehmen oder gar frisches Eigenkapital einbringen. Damit kamen Sparkassen als Eigner bestimmter Landesbanken selbst in eine finanzielle Bredouille, die letztlich jedoch beherrschbar geblieben ist. Die heutige Situation, die von manchem Beobachter in Bezug auf eine Konsolidierung auf der Ebene der Landesbanken als bislang glücklich gelungen eingeschätzt wird, bedarf dennoch einer kritischen Betrachtung. Dabei geht es um weitere strategische Weichenstellungen im Jahr 2012, u.a. um Klärung der Aufgaben, die Landesbanken künftig nachhaltig erfüllen sollen.
Alte Herausforderungen bleiben, nicht nur in der Sparkassen-Finanzgruppe, auf der Tagesordnung. Ein ebenso beliebtes wie strapaziertes Beispiel: Welche und wie viele Banken braucht unser Land? Wofür werden in Bundesländern mehr als ein halbes Dutzend Landesbanken gebraucht? Und auf Ortsebene mit u.a. 15.600 Geschäftstellen der Sparkassen und 13.500 der Genossenschaftsbanken: Ist unser Land „overbanked"? Wobei Insider betonen, dass bspw. Sparkassen mit hohen regionalen Marktanteilen ihr dichtes Zweigstellennetz überaus profitabel nutzen. Bei einer Vielzahl von Instituten liegt die Cost-/Income-Ratio deutlich unter 50%, im Durchschnitt aller Institute bei ca. 60%. Mancher Wettbewerber aus den beiden anderen Institutsgruppen könnte bei dieser Kennzahl richtig neidisch werden.
Der Veranstalter des Bankentages hat namhafte Repräsentanten insbesondere der öffentlich-rechtlichen Kreditwirtschaft eingeladen, am 4. Juni 2012 auf dem 8. Berliner Bankentag zu diesen und weiteren Themen kompetent Stellung zu nehmen.
Autoren:
Wolfgang L. Brunner und Roland van Gisteren
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Hintergrund-Artikel zum Thema des 8. Berliner Bankentages "Die Finanzmarktkrise im Jahre fünf - der Blick nach vorn"
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Das diesjährige Thema des Berliner Bankentags wurde nun bekanntgegeben.
Das diesjährige Thema des Berliner Bankentags wurde nun bekanntgegeben. "Die Finanzmarktkrise im Jahre fünf - Der Blick nach vorn" bietet eine gute Grundlage für anregende Vorträge und Diskussionen. [mehr]
Montag, 4. Juni 2012
09:30 – 19:00 Uhr
Treskowallee 8
10318 Berlin
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